Mittwoch, 19. Oktober 2011

Die Seele der Pflanzen - Seminar mit Wolf Dieter Storl

Am Montag war es endlich soweit, der Tag auf den ich mich schon seit über einem halben Jahr gefreut habe. In der PhytAro Heilpflanzenschule in Dortmund sollte ein Seminar mit Wolf Dieter Storl stattfinden. Als großer Storl-Fan verfolge ich jedes Jahr aus seiner Homepage die Termin- und Veranstaltungsliste. Leider ist er so gut wie nie in unseren Gefilden anzutreffen, was -wie er am Montag selbst nochmal erläuterte- nichts damit zu tun hat das er nicht wolle, sondern das ihm neben seinem Hof den er mit der Familie zu versorgen hat und seinem Beruf einfach die Zeit fehlt sich so weit von der Heimat weg zu begeben. Welch ein Glück also, dass er dieses Jahr vor Ort war und ich in den Genuss dieses Seminars kommen durfte.
Das Thema war "Die Seele der Pflanze" und ehrlich gesagt wußte ich vorher gar nicht so recht was mich erwarten würde. Als ich ankam begrüßte mich ein sehr ansprechend gestalteter Neubau mit einem wunderbaren Garten dahinter, ein heller Seminarraum und ca. um die 50 weitere Gäste die wegen Storl aus dem näheren Umkreis - stellenweise sogar von weiter weg - angereist waren. Alles war hell und freundlich gestaltet, es gab mehrere Pausen und wir wurden ganz wunderbar verköstigt mit frischem Obst und Gemüse, belegten Broten, Suppen, überbackenen Baguetts, Kaffee, Tee, Wasser und Gebäck.
 In den Erzählungen von Storl ging es vor allem um unsere Sichtweise auf Pflanzen und deren Wirkungsweise. Es wurden verschiedene Blickwinkel erklärt, sind Pflanzen etwa nur ein Haufen Zellulose, eine niedere Gattung Lebewesen deren wir uns beliebig bedienen können und denen wir haushoch überlegen sind? Oder sind Pflanzen vielleicht hochentwickelte Wesen die wir um Hilfe bitten können und mit denen wir zusammenarbeiten können um Heilung zu erfahren? Sind es die chemischen und biologischen Inhaltsstoffe die heilen, oder ist es das Wesen einer Pflanze?
In gewohnter und von mir geliebter Erzählweise berichtete Storl von vielen Erfahrungen mit Menschen rund um die Welt, mit den Indianern von denen er lernen durfte und von Persönlichkeiten wie Maria Treben.
Nach der Mittagspause ging es dann für 2 Stunde ins Grüne rund um die Heilpflanzenschule. Wir machten halt an Pappel, Holunder, Goldrute & Co und durften Storls Erzählungen und Geschichten lauschen, Wurzeln kaufen und an Blättern riechen. Im Moment leben, alles wahrnehmen, mit allen Sinnen er-leben.
Der Tag verging viel zu schnell, vor allem die Wanderung hätte ruhig noch mal doppelt so lange andauen können wenn es nach mir geganen wäre. Mein Kreuz war jedoch ganz froh wieder sitzen zu dürfen als wir zurück waren. Langes wandern und gehen macht ihm nicht viel, aber vom herumstehen an einer Stelle hält es gänzlich wenig und beklagt sich mit Ziehen und Schmerzen.
Sehr interessant waren auch Storls Erläuterungen und Erzählungen zu Sogenannten Neophyten, die von vielen "Experten" als Eindringlinge und Schädlinge angesehen werden die bekämpft werden müssen um unsere heimische Natur zu schützen... Storl schaffte es mit seinem Vortrag viel in uns zu bewegen, zu öffnen und uns zu inspirieren. Viele Gäste hörte ich auf dem Weg in ihre Autos davon berichten wie leicht und beschwingt sie sich fühlen und wie viel sich in ihnen bewegt hat. Es war wirklich ein wunderbarer Tag den ich noch lange sehr positiv in Erinnerung haben werde.


Kommentare:

  1. Ich mag ihn furchtbar gern. Er strahlt so eine Ruhe aus. Und ich habe das Glück, dass er bei mir quasi gleich um die Ecke wohnt :-)
    LG Alruna

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  2. @Alruna
    Jaaaa das hab ich mitbekommen in deinem Blog und ich beneie dich ja eh schon um die wundervolle Gegend in der du lebst! *g*
    LG

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