Dienstag, 13. Dezember 2011

Kaffee ade

Der Kaffee und ich, eine mittlerweile nichtmehr allzu frische Liebe die ich zu beenden versuche. Von dem köstlichen Geruch frisch gemahlener Bohnen mal abgesehen mochte ich Kaffee nie. Erst mit ca. 22 oder 23 Jahren trank ich meinen ersten Kaffee. Damals am liebsten halb Kaffee, halb Milch und 8 Teelöffel Zucker. Natürlich wurde ich oft gefragt warum ich den Kaffee nicht gleich weglasse wenn ich ihn eh erst so verunstalten muss bevor ich ihn trinken kann. Aber hey! Nichts schmeckt so wie lecker Zuckermilch mit einem Schuss Kaffee! ;)
Ich dosierte Milch und Zucker im Laufe der Jahre herunter, heute trinke ich Kaffee mit einem großen Schuss (Soja/Reis etc.-)Milch und 2-3 Löffeln Zucker. Außerdem trinke ich in der Regel nur eine Tasse am Tag. Direkt morgens nach dem aufstehen, ich lasse ihn durchlaufen während in unter der Dusche stehe und trinke ihn dann in 3-6 großen Zügen innerhalb von 2 Minuten aus.
Nun da im Januar Detox ansteht und in diesen 21 Tagen Kaffee tabu ist wollte ich die letzten 4 Tage an denen ich frei hatte zum Entzug nutzen. Aus Erfahrung kenne ich bereits die Entzugssymptome. Es dauert ungefähr eine Woche bis ich "clean" bin und keine Entzugskopfschmerzen mehr bekomme. Im Januar werde ich neben dem Detoxprogramm ganz normal arbeite gehen und wollte den zusätzlichen Kaffee-Entzug daher vermeiden. Am ersten Tag hatte ich nicht nur Abends Kopfschmerzen sondern Vormittags auch unglaubliche Startschwiergkeiten, eine bleiernde Müdigkeit wollte sich nicht von mir lösen.
Sonntag kamen auch gegen Abend die berühmten Kopfschmerzen, gestern Mittag durfte ich dann ein paar Stunden mit Migräne das Bett hüten. Ich hoffe damit habe ich da schlimmste überstanden. Heute früh fehlte mir der Kaffee nichteinmal mehr. Es ist auch nie der Kick den ich vermisse, denn das Kaffee mich wach macht kann ich subjektiv beurteilt gar nicht behaupten. Es ist viel mehr dieser süße warme Geschmack am frühen Morgen mit dem ich in den Tag komme. Wahrscheinlich erinnert es mich an meine Kindheit und Jugend. Es war ein alltägliches Ritual das meine Mutter mir morgens einen heißen Kakao machte. Wenn der Wecker ging stand ich auf, ging in die Küche, trank eine große Tasse heißen Kakao mit einem Strohhalm und ging dann ins Bad. Tag für Tag, Jahr um Jahr, bis ich zu Hause ausgezogen bin. Der Kaffee ist mein Ersatzkakao... Ob ich nun einen neuen Ersatz finden werde weiß ich nicht. Gesundheitlich betrachtet wäre es wohl das beste von diesen süßen Seelentröstern am frühen Morgen die Finger zu lassen.

Kommentare:

  1. Was wäre die Welt ohne Kaffee??? Eine Zeit lang war ich sogar so ein extremes Schleckermaul, dass ich mir jeden Morgen Milchschaum geschlagen habe, und diesen mit Kaffee, Zimt und Zucker getrunken habe. Das war vielleicht eine Wohltat - besonders für die Hüften :D Mittlerweile trinke ich meinen Kaffee zu einem Drittel mit Milch. Mir schmeckt er nämlich auch nicht besonders, aber ich brauche ihn, wirklich! Habe letztes Jahr eine Woche gefastet und nur 3 verschiedene Säfte und jede Menge Kräutertee getrunken. Ich hatte nicht nur extrem Hunger, sondern habe auch diesen Koffeinkick vermisst, den man im Alltag gar nicht mehr schätzt. Aber ich drück dir die Daumen, dass du vom Kaffee loskommst. Ich kann es nicht, ich will es auch gar nicht. Was würde ich sonst mit dem Kaffeevollautomaten machen, der mir jeden Morgen meinen Kaffee aus frisch gemahlten Bohnen in die Tasse zaubert??? ;-)))
    LG Darja

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  2. Huhu, noch so jemand wie ich^^ Ich habe auch erst mit Anfang/Mitte 20 mit dem Kaffee angefangen, ihn genauso getrunken und versuche ihn mir nun zu verkneifen.

    Musste ich einfach mal loswerden. Ich fühle mich verstanden;-)

    Liebe Grüße
    Kathrin

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  3. Da erkenne ich mich auch wieder ... inzwischen ist mein Lieblingsmorgenmuntermacher aber gesünder: ein ultracremiger, unheimlich leckerer Rotbusch-Chai mit etwas Reismilch und Honig. Putscht nicht auf, ist keine Zuckerbombe, aber sehr wohltuend und dank leckerer Gewürze wie Zimt, Vanille, Kardamom und Co auch schön wintertauglich.

    BB
    Liath

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  4. Was spricht denn eigentlich dagegen, wieder den Morgenkakao einzuführen? Der Zucker?
    Aber ich halte ein bißchen Zucker immer noch für gesünder als das ständige Koffein.

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  5. Ich habe auch erst sehr spät mit Kaffee angefangen.Zuerst war er sehr süß und viel viel Milch darin.
    Mittlerweile verzichte ich seit Jahren komplett auf Zucker, aber Milch muss sein.
    Dann trinke ich aber auch Espresso und Griechischen Mocca und wenn ich unterwegs bin gönne ich mir mal nen Latte Macchiato.
    Auf Kaffee komplett verzichten? Möchte ich nicht so gern.
    Trinke aber tagsüber Tee anstatt Kaffee zu Hause, wo ich früher eher "Kannenweise" Kaffee getrunken habe.

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  6. @Sea naja mir schmeckt kakao auch nur mit richtiger milcj, am besten die mit 3,9% fett. und da ich zu hause keine milch mehr trinke... ;) wollen wir das garnicht mehr einführen.

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  7. Haha, meine ersten Kaffeetassen hatten auch noch 4 Stück Zucker und einen ordentlichen Schuss Frischmilch intus. Der Zucker wurde nach und nach reduziert und nachdem ich Kondensmilch und Kaffeesahne noch nie mochte und es selten Frischmilch dazu gab, gewöhnte ich mir die Milch auch noch ab. Inzwischen trinke ich meinen Kaffee schon ganz lang rabenschwarz. Nachdem ich Milch eh nicht mehr vertrage musste ich mich da wenigstens schon nicht mehr umstellen :-)
    Allerdings trinke ich nur noch nachmittags eine Tasse, vormittags ist mir grüner Tee inzwischen doch lieber.

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