Sonntag, 8. Januar 2012

Detox, oder: Im Tal der schlechten Laune

Heute ist anscheinend Mind-Detox angesagt. Mir gehts schlecht, nein, nicht körperlich, ich bin einfach total schlecht drauf. Ich weiß nicht ob es an der Entgiftung an sich liegt, oder an meinem Perfektionismus, oder an einem Zusammenspiel aus beidem. Körperlich merke ich seit gestern leichten Schwindel und (was ich sehr störend finde) ziemliche Vergesslichkeit, Unkonzentriertheit, Wortfindungsstöungen. Ich springe auf, gehe raus und weiß sofort nichtmehr was ich eigentlich wollte. Ich arbeite an 20 Baustellen gleichzeitig, kann mich nicht ordentlich artikulieren, komme schnell ins stottern und suche nach den richtigen Worten.
Außerdem verfalle ich in Hektik. Ich fühle mich vom Detoxprogramm gestresst, weil ich so gerne alles richtig machen will und einfach nicht die Zeit dazu habe. Gestern konnte ich weder raus in die Natur, noch mich sportlich betätigen weil ich von 5:30 Uhr an bis Abends um halb Elf unterwegs war (Arbeiten, Eltern besuchen) und dann nur noch totmüde ins Bett gefallen bin.
Heute hab ich ausgeschlafen bis halb Neun und hetze seitdem nur in der Gegend herum, denn neben Nasenduschen, Trockenbürsten, Duschen, Entsaften, Mittagessen zubereiten, Abendessen vorbereiten, Yoga und dem Hintergedanken ja auch eigentlich nochmal "in die Natur" zu müssen wollen, stehen noch ein Haufen Hausarbeiten an und bald muss ich los zum Dienst und bin erst gegen halb elf wieder daheim.
Mich plagen negative Gedanken, mit Selbstliebe ist es heute sehr weit her, ich kann mich selbst nicht ausstehen und finde mich höchst unansehnlich und unliebenswert. *seufz* Ich hoffe die grauen Wolken lichten sich heute viellecht nochmal...

Zu Essen gab es gestern:
  • Saft aus Gurke, Möhren, Blattsalat, Apfel, Birne, Zitrone und einem Schuss kaltgepresstem Öl
  • ein Stück Orange
  • eine Paprika gefüllt mir Quinoa und überbacken mit Cashew-"Käse"soße -> das war SO lecker! Highlight des Tages <3
  • 1 Stück Lovechock von meinem Riegel den ich mir gut austeile :)
  • 2 Buchweizenschnitten mit Tomatenaufstrich
  • eine große Schüssel Feldsalat mit Frühlingszwiebeln und Kürbiskernöl-Dressing
  • Rotkraut (gekocht und yummyyummy)
Heute:


Saft aus Apfel, Birne, Gurke, Romanasalat und Zitrone.


Zum Mittag gab es Chia-Vanille-Zimtpudding. Schmeckte ganz frisch zubereitet noch besser als 1 1/2 Stunden später, nachdem die Chia Samen gequellt sind.


Als Snack werde ich gleich etwas Obst einpacken, evtl. auch die Buchweizenschnitten und ne Avocado zum bestreichen, heute Abend gibts grüne Bohnen.

Kommentare:

  1. Vom Chia-Zimt-Pudding wüsste ich gern die Zubereitung. Das klingt lecker.

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  2. Mein erster Gedanke war: Das kann nicht gesund sein.
    Und damit meine ich nicht die Lebensmittel. Ich verfalle schon beim Lesen in Stress. Soll sich so etwas nicht natürlich anfühlen und den Körper entgiften und erholen? Das hier liest sich aber wie die Bewältigung einer Abschlussarbeit. Ganz offensichtlich passt das Detoxprogramm so nicht in deinen Tagesablauf (oder der nicht zum Detoxprogramm). Die Dame die dieses Buch geschrieben hat, hat sicherlich viel Zeit sich NUR mit dem Thema zu beschäftigen. Und Geld für die denkbar einfachste Umsetzung. Den Luxus hat aber nun mal nicht jeder. Ich würde in den sauren Apfel und einen Gang runter schalten. Sonst kapituliert dein Nervensystem vielleicht irgendwann ganz. Für mich klingst du gerade sehr gehetzt, als würdest du die ganze Zeit dem weißen Kaninchen hinterhetzen. Nicht umsonst soll man zumindest den Beginn einer Fastenkur in einen Urlaub legen.

    Ich wünsche dir dennoch viel Erfolg und Durchhaltevermögen.

    Liebe Grüße
    Kathrin

    P.S.: Ein "richtig" gibt es hier wahrscheinlich mal wieder nicht. Auch kleinere Schritte bringen da sicherlich Veränderungen.

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  3. Das klingt ja schon richtig nach Stress!
    Ich glaube, da würde ich schon spätestens am dritten Tag nachlässig werden...
    Alles Liebe, Alruna

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  4. Sag' mal, ich mein endlos Kommentar vorhin angekommen? Habe ihn vom Handy aus geschrieben und habe das Gefühl, dass da heute einige Kommentare von mir verlorengegangen sind. Sag' mir bitte, dass ich nicht alles nochmal schreiben muss^^

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  5. Ich finde das Programm (für den arbeitenden oder sonstwie tagsüber beschäftigten Menschen) auch zu voll, bin dazu übergegangen, nur das jeden Tag herauszuholen, was sich gut anfühlt. Ein Punkt ist ja schließlich, gut zu sich zu sein bzw. Stress zu vermeiden!

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