Montag, 9. Januar 2012

Detox Tag 4

Heute ist meine Stimmung wieder besser als gestern, bezogen zumindest auf die miese Laune. Trotzdem schlage ich mich auch heute mit Abbruchgedanken durch den Tag. Sie sind nur leicht und ich kann sie bei Seite schieben, aber die Vorstellung noch 17 Tage weiter zu machen gefällt mir zur Zeit gar nicht. Warum, wieso, weshalb? Ich stelle es mal wieder fest: Ich hasse mag nicht so gerne Rohkost! Es ist wie verteufelt. Es ist nichtmal die Tatsache das es mir nicht schmeckt, es ist mir einfach zuwider so viel rohes Zeug zu essen. Manche Sachen bekomme ich einfach auf Grund ihrer Konsistenz und ihres "kalt und roh Seins" nicht runter. Heute Mittag gab es zum Beispiel Romanawraps. Die schmeckten rein theoretisch gar nicht schlecht, sie waren würzig und irgendwie "lecker" aber gleichzeitig wieder so befremdlich und roh und komisch das mir nach 2 kleinen Wraps schlecht wurde und ich nicht weitergegessen habe. Zum satt werden gabs zum Glück nochmal Chia Pudding.

Rezept für den Chia-Vanille-Zimt-Pudding:
  • 3 Tassen Mandel- oder andere Nussmilch
  • eine halbe Tasse Chia Samen
  • 1/2 Esslöffel Vanillepulver
  • 1 Esslöffel Zimt
  • 1/3 Tasse Agavendicksaft
  • 1 Prise Salz
Zutaten vermengen und gut umrühren (oder im Blender mixen), ca 1 1/2 Stunden ziehen lassen und dabei immer wieder mal umrühren damit die Chia Samen nicht klumpen.

Dafür entwickle ich mich zu einer Art Zen-Esserin. In der Einfachheit liegt schon der höchste Genuss. Es gibt für mich nichts schöneres als die warme Mahlzeit am Tag die mich nährt und wärmt und mir Genuss verschafft. 1x am Tag, egal wie schlicht und unspektakulär das Gericht ist. Gestern Abend habe ich z.B. einen großen Beutel grüne Bohnen blanchiert und gegessen, nur Bohnen mit ein bisschen Kräutersalz bestreut. Ein Gedicht! Ich vermisse meine gekochten Gerichte wirklich :(. Ich kann ja auch schlecht 1x am Tag kochen und die restlichen Rohkostsspeisen nur aus Süßspeisen bestehen lassen (rohköstliche Süßspeisen munden mir nämlich komischerweise viel mehr als herzhafte). Das ist nicht sonderlich im Sinne von einer Entgiftung.

Nunja, zum Frühstück gabs nen Smoothie, hatte erst einen anderen gemixt aber der war dank Brokkoli ungenießbar und total bitter *schauder*. Also hab ich ihn weggeschüttet und neuen gemacht der auch nicht toll, aber trinkbar war. Heute Abend gibt es gekochten Spinat für mich, mein Freund bekommt noch Kartoffeln und Spiegelei dazu. Ich freue mich schon wieder so auf den Spinat!

Hab nach der Arbeit eben erstmal ein Basenbad genommen, jetzt gehen wir einkaufen der Kühlschrank ist nämlich gefährlich leer. Wenn ich genug Energie hab mach ich heute Abend endlich mal wieder Yoga, aber nach dem Tag gestern hab ich mir abgewöhnt mir Stress zu machen. Erzeugt ja auch nur Säure in meinem Körper, gell?! Und Ihr hattet auch Recht mit Euren Kommentaren das ich das Detox ja meinem Leben, meiner Arbeit usw. anpassen muss und nicht das ganze Leben dem Detox.

Nachtrag:


Dieser Rohkostbrownie hat mir den Abend gerettet. Nach so viel Schokolade kann man nicht mehr mies drauf sein. Ist eigentlich für zwei Personen gedacht aber ich hab 3/4 gegessen während mein Freund nach 1/4 nicht mehr konnte...

Zutaten für den Boden:
  • eine Tasse Cashew Nüsse
  • eine Tasse Rosinen
  • 3 EL Kakao
  • 1 TL Vanillepulver
  • eine Prise Salz
Cashew Kerne im Blender (oder mit Pürierstab) zerkleinern bis sie pulverig aber noch nicht ölig sind, dann Rosinen, Kakao und Vanillepuver zugeben und gut durchmengen. Falls nötig ein bisschen Wasser zugeben, einen Teig kneten und diesen mit der Hand oder in einer kleinen Form zu einem Kuchen Formen.

Für das Frosting:
  • 1 EL Kokosöl
  • 2 EL Kakao
  • 1 EL Agavendicksaft
  • nach Belieben Kokosraspeln
Öl, Kakaopulver und Agavensirup mischen und auf dem Brownie verteilen. Wenn man mag Kokosrapseln drüberstreuen und kurz in den Kühlschrank damit alles etwas fester wird.
Sehr Schokoladig, sehr mächtig, sehr lecker.

Kommentare:

  1. ich finde es falsch, sich zu etwas zu zwingen, gerade was ernährung angeht. man kann ja versuchen, sich in kleinen schritten langsam umzugewöhnen; aber von jetzt auf gleich ein neues ernährungsprogramm, mit dem man nicht zurechtkommt - muss das sein? man soll sich doch wohlfühlen, und das kann man nicht wenn man das essen hasst. und machst du das programm nicht, um dir etwas gutes zu tun? es scheint dir offensichtlich nicht gut zu tun, also warum daran festhalten?
    es braucht manchmal mehr mut, etwas abzubrechen, als es durchzuziehen.

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  2. Das stimmt schon, auf der anderen Seite - jemand der z.B. mit dem Rauchen aufhört oder von Drogen entzieht, der quält sich auch erstmal und hat schlechte Laune, Gelüste auf "seine Droge" usw. Und zu so jemandem sagt man ja auch nicht: "Fang doch einfach wieder an!"
    Es geht hier ja nicht darum das ich meine Ernährung auf Dauer so krass umstelle, sondern es ist nur eine begrenzte Zeit, eine Kur. Ich denke jeder der schonmal entschlackt, gefastet, entgiftet hat oder auch nur mal eine Diät ausprobiert hat, weiß wie schnell man an seine Grenzen kommen und plötzlich Abbruchgedanken, schwere Gelüste usw. haben kann. Da muss man manchmal einfach durch fürchte ich *seufz*

    LG

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  3. Hallo,


    ich sehe das auch so wie Mausflaus. Für einen Körper ist es gut sich Roh zu ernähren, für den anderen Vegan , für den anderen Vegetarisch. Ich denke, dass Problem an uns Frauen ist, das wir uns gegenüber denen, die es schaffen, was wir vielleicht toll finden schlecht gegenüber fühlen. Mir geht es so. Als ich anfing vegan zu ernähren habe ich immer die perfekten veganer beneidet. Dann stoplerte ich über Roh und dacht WOw , dann Detox und wieder Wow aber irgendwie ist das Alles nicht für mich. Ich bin eine Frostbeule pur und habe mich jetzt entschieden. Ich vertrage Gluten, esse mal gerne Roh aber ich mag auch gerne mal was süße, ,liebe warmen Brei am morgen und ich muss mich zu nichts zwingen, weil andere es machen. dauernd denke ich, dass ich mir doch den Kaffee abgewöhnen muss, weil er doch nicht so gut für den Körper sein muss und um sehr mehr ich denke, ich muss um so weniger schaffe ich es. Ich habe jetzt beschlossen meinem Körper das zu geben, wo nach er schreit. Mag er nen Kaffee am Morgen bekommt er ihn, Brei am morgen tut meiner Verdauung gut und wenn ich was süße will, dann auch das. Ich will versuchen abzuschalten und denken, dass ich schlecht bin, weil ich was nicht schaffe was andere schaffen. Ich denke man muss Freunde an dem haben, was man tut und auf sich hören, sonst wird es zum Kampf, dann macht es keinen Spaß. Ich leide immer darunter, das ich immer mehr HUnger als andere habe und schnell Hunger habe aber ich weiß ja gerade auch den Grund. Ich bin von morgens um sechs bis abends gegen neun mit wegen zwei kleinen Lausbuben auf den Beinen. oft geung gehts hoch , runter, dahin , hier hin und vieles schaffe ich einfach in meinem Alltag mit zwei Kinder nicht. Irgendwann werde ich meinen Körper auch mal entgiften aber das werde ich erst tun, wenn meine Jungs größer sind, ich allein bin und niemand meine Laune ertragen muss.
    Quäl Dich nicht und wie Mausflaus schon sagt es braucht mehr Mut was abzubrechen als es krampfhaft durch zu ziehen. Ich meine zur Entgiftung kannst Du doch auch zwischen drin am Tag einfach was machen ohne komplett Detox zu leben.
    ich finde es übrigens auch so mutig und toll, wie ehrlich Du bist. Ist zwar jetzt keine Trotz und vielleicht mag es blöd klingen aber meiner Seele tut sowas gut zu lesen und ich merke, dass ich nicht die Einzigste bin, die Dinge nicht schafft, die Andere schafft aber solange ich gesund bin, muss ich sie ja auch nicht schaffen.

    Lg, Sandra

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  4. Es freut mich von euch so nette Kommentare zu bekommen. :) Natürlich ist schon etwas dran das man nicht aufgeben will und ich werd jetzt auch die nächsten Tage genau schauen wie sich das ganze entwickelt und ob es mir wirklich gut tut. Ich habe zur Zeit nämlich nicht das Gefühl. Meine Verdauung ist ziemlich gestört, ich hab den ganzen Tag einen Blähbauch und fühle mich ziemlich aufgedunsen anstatt leicht wie ich es bei einer Entgiftung eher erwartet hätte. Vielleicht werd ich den Detox auch umstrukturieren, z.B. weiterhin kein Koffein und Zucker in der Stadt, aber Rohkost stark runter schrauben.
    Auf lange Sicht hin werde ich mich wohl auch eher in Richtung Ayurveda etc. orientieren weil das meinem Typ denke ich eher entspricht als Rohkost. Ich habe ja vor ein paar Wochen schonmal darüber geschrieben das ich ja mittlerweile nichteinmal mehr 100% vegetarisch lebe, weil ich einfach über die Jahre festgestellt habe das dies nicht mein Weg ist.
    Ich glaube wenn ich Kinder hätte würde ich das ganze überhaupt nicht hinbekommen. Müttern gegenüber habe ich eine Menge Respekt für die Arbeit die sie leisten und den ganzen Stress den sie haben und bewältigen!
    Und auch mir tut es sehr gut zu lesen das es anderen Menschen ähnlich geht wie mir und das nicht jeder seine Erfüllung in der Rohkost findet :)

    LG

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  5. Vielleicht liegen Dir die Früchte (also Obst) einfach mehr als Gemüse und damit die herzhafte Rohkost. Stress Dich nicht und mach einfach 60/40 für ein paar Tage und schau wie es Dir dann geht. Seelisches detox ist auch nicht ohne und kann schon mal schlechte Laune machen. Beobachte und sie das ganze als eine begrenzte Erfahrung an. Ist ja nicht für lange. Die 17 Tage schaffst Du auch noch. Muss ja nicht 80% roh sein... pass Dich an. Das mache ich auch! LG Netti

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  6. Hallo :-) Aber du musst doch gar nicht 100% roh essen. Die Hauptsache ist, dass du basische Lebensmittel isst! Je mehr roh, desto besser...aber wenn nicht, dann dünste dein Gemüse ruhig - ist nicht schlimm und ist immer noch detox :-)

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  7. Hallo,

    wenn Du für Dich heraus gefunden hast, das Ayurveda Deins ist, dann lebe danach :-) Du hast das andere ausprobiert und merkst, das es für Dich nicht so passt. Meine Schwiegermutter hat zum Beispiel ihren Kindern immer bei Magen. Darmgrippe eine Suppe aus Butter und Dinkelmehl mit etwas Salz gekocht und hat es jahrelang für das all Heimittel bei Magengrippe gehalten. Als meine beiden mit Magen Darm anfingen und ich das Rezept unserem antro. Kinderarzt erzählte, schlug der die Hände über den Kopf und meinte, dass Dinkelmehl für den Körper viel zu schwer sei. Hildegrad von Bingen aber auch zu Ihrer Zeit darauf schwor. Ich denke zu jeder Ernähsungsform und auch Erziehungsform gibt es XXX Theorien. Ich bin gelernte Erziehrin und stoße trotz des Wissens oder gerade deswegen an Grenzen die ich nie erdacht hätte. Auch jetzt wo ich selber Mama bin kanich nur den Kopf über manche Ratschläge schütteln, den ich Müttern gegeben habe oder was ich dachte. NUn sage ich mir. Mama ist man mit Herz , Pädagoge mit Verstand. Ich lese auch keine Erziehungsratgeber mehr, weil ich mich dann immer als Versager fühle , wenn das was ja als " Das funktioniert" angeschrieben wird, bei mir nicht funktioniert. Ich versuche wieder mehr auf Herz und Seele zu hören und das sollten wir beim Essen auch machen.
    Ich drück Dir für Deinen Weg die Daumen und Du Dich bald wieder besser fühlst.
    Jedenfalls danke für Deine offene Art :-)

    LG

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  8. Mir wird heute schlecht von allem, an das ich denke und es die letzten Tage gegessen habe. Außerdem habe ich Magenkrämpfe und Durchfall, mein gesamter Körper tut mir einfach nur weh und ich fühle mich so krank wie seit Langem nicht mehr. Das kann nicht gut sein. Sag ich jetzt einfach. Wer das aushält mit dem Hintergedanken, es sei eben die Entgiftung, vor dem ziehe ich den Hut! Macht weiter so, aber ich bin nicht so stark. Hatte eher gehofft, mir würde es besser gehen, aber da das nicht der Fall ist und ich die Reste Brokkolisalat mit Mandelmayo (die mir gestern noch sehr gut geschmeckt haben) jetzt am liebsten wegwerfen will wie alles andere Grüne in meinem Kühlschrank, und mir nahezu so ist, als müsste ich spucken, werde ich es jetzt lassen. Weiterhin kein Koffein und kein Alkohol, mehr schaff ich grad echt nicht. Drück euch, die ihr weitermacht, ganz doll die Daumen, dass es euch guttut! LG, Julia

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  9. @Julia
    Also ich glaube wenns bei mir so krass wäre wie bei dir mit Magenkrämpfen, Durchfall und Überkeit, dann würde ich auch abbrechen! Das geht ja gar nicht. Entweder du hast dir nen Infekt eingefangen oder du verträgst das ganze einfach nicht. Ich kann mir nicht vorstellen das es bloß Entgiftungserscheiungen sind... Ich kenn es noch von meinem letzten Rohkostversuch vor einem Jahr, da hab ich nachher Wochenlang kein Grünzeugs mehr angefasst *g*. Ich bin gespannt wie es bei mir weitergeht. Vielleicht ist es auch der Zuckerentzug der mich so durchdrehen läßt.
    LG

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  10. Hey,

    ich kann das gut verstehen. Nach Ayurveda bin ich durch und durch Vata und brauche es gekocht und heiß ("Gib's mir!"*bäm*). Und ich merke, dass es stimmt. Ich bin mit Rohkost großgeworden. Ein bisschen gehörte immer dazu. Zum Abendbrot gab es immer zum Brot noch Kohlrabi, Paprika oder Gurke. Aber eben nur ein bisschen. Der Smoothie am Morgen ist in 95% ein Gedicht für mich. Aber mehr bekomme ich nicht runter. Wenn es im KiGa wieder irgendeine fleischhaltige Masse zu essen gibt, greife ich notgedrungen auf Salat zurück und ich muss mich wirklich zusammenreissen, um davon knapp einen Teller zu essen.

    Ich ersetze gerne eine Mahlzeit. Habe dadurch auch schon unbemerkt abgenommen, ohne zu Hungern. Aber ich brauche eine warme Mahlzeit am Tag. Zwei hingehen sind mir zu viel. Die Familie meines Freundes ist es gewohnt auch mal zweimal am Tag warm zu essen, ich bekomme da die Krise.

    Ich schiebe das auch nicht auf Entzug oder dergleichen. Es gibt einfach Konstitutionen, die für eine bestimmte Ernährungsform nicht geeignet ist. Blutgruppenbasierende Ernährung läuft ja ähnlich. Da wird meiner Blutgruppe übrigens geraten auf Fleisch und Milch zu verzichen (allerdings auch auf Weizen), was ich erst Jahre später herausgefunden habe.

    Eine Kollegin hat gerade eine fünfwöchige Kur hinter sich und darf kaum noch Rohkost zu sich nehmen. Ihr Verdauungstrakt löst sich darunter regelrecht auf. Für sie wäre so ein Detox Kur wahrscheinlich die blanke Höhle^^

    Hör' einfach auch dein Bauchgefühl. Da fällt mir die Instinco-Ernährung ein, bei der man alles isst, nach dem es einen gelüstet. In geringen Mengen wohlgemerkt, drei Kilo Schokolade gelten nicht;-)

    Liebe Grüße
    Kathrin

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  11. Hey Karmindra,
    ich würde dein Rezept für den Rohkostbrownie gerne auf meinem Blog teilen und dabei auf dich verlinken. Wäre das ok?
    ♥-liche Grüße aus Düsseldorf,
    Carina

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    1. Klar, mach das ruhig :)
      Raw-Brownies all over the world! *g*
      LG
      Karmi

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    2. Klasse, danke! Ich gebe dir bescheid, sobald ich das Rezept verwende :)

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