Montag, 5. März 2012

Vergangenheit, Erinnerungen


In den letzten Tagen muss ich oft an vergangene Zeiten denken. An meine Anfänge, meine spirituelle Suche. Ich war noch sehr jung als ich das erste Mal etwas von Magie, Hexen und all diesen mystischen und für mich damals geheimnisvollen Dingen hörte. So viel aufregendes durfte ich erleben, so viele interessante Menschen kennenlernen. Ich erinnere mich noch genau daran wie sich damals alles an gefühlt hat. Mein erstes Buch über Wicca, meine ersten Erfahrungen mit Meditation, Trance, Chakrenarbeit. Wie ich im Garten auf der Wiese lag, Texte über die Elemente verfasste und mich der Erde so nah fühlte wie nie zuvor. Mein ersten Rituale, der erste Hexenstammtisch, dass erste Mal im Kreis mit anderen feiern. Ganz besondere Bücher die mein Leben verändert haben zu lesen. Das Gesicht meiner Mutter als ich ihr von der großen Göttin erzählt habe und ihr einen Stapel Literatur überreichte um sie davon zu überzeugen, dass es sich nicht um Satanismus handelt. Meine Ausbildung beim OBOD, der erste Coven in dem ich war, mein kurzer Einblick in eine traditionelle WICCA-Ausbildung. Mein Reikimeister und seine Wohnung die einem unglaublichen wunderbaren kleinen Tempel glich.

So viele Jahre sind ins Land gezogen, so viel hat sich geändert. Mein Glaube ist immer bei mir geblieben, doch hat er sich natürlich gewandelt. Alles hat eine andere Qualität bekommen, damit verbunden auch ein anderes Gefühl. Auch bin ich heute nicht mehr von so vielen Menschen umgeben die meinen glauben teilen wie früher. Es gab Zeiten in denen niemand aus meinem Freundeskreis nicht Naturreligiös orientiert war. 


Wenn ich so zurückblicke, bin ich manchmal mit ein wenig Wehmut erfüllt. Denn ich weiß das es sich nicht mehr so an fühlt, wie es sich früher einmal an gefühlt hat. Ich bin älter und erwachsener geworden. Mein Blick auf die Dinge hat sich gewandelt, mein Wissen hat sich erweitert. Sogar meine Interessen haben sich verschoben. Aber ich freue mich darüber, mich zeitweise so intensiv an das früher erlebte zu erinnern. Denn so kann man dennoch das ein oder andere wieder aufleben lassen.


Und es erinnert mich an meine Wurzeln, meine spirituelle Heimat, an den Ort in mir, an dem ich mich wirklich zu Hause fühle. An solchen Tagen spüre ich die Göttin ganz besonders deutlich in meinem Herzen :)

mein Altar heute

Kommentare:

  1. Hach. Schön geschrieben! Mir geht es oft genau so, ich konnte mich in deinen Worten gerade echt wiederfinden.
    Bei mir hat sich in den ganzen Jahren auch immer wieder einiges geändert und neue Interessen kamen dazu und andere gingen wieder, ich bin weniger aktiv als früher, vieles spielt sich einfach nur noch in meinem Herzen ab, Rituale mit viel Tam Tam so wie ich sie als 14 Jährige gemacht habe gibt es nicht mehr und irgendwie vermisse ich das schon, aber da bin ich einfach rausgewachsen. Heute beschäftige ich mich fast gar nicht mehr mit Tarot etc. dafür umso mehr mit Yoga - man verändert sich einfach, gerade wenn man erwachsen wird. Aber die Momente in denen ich die Göttin ganz intensiv wahrnehme sind immer noch da und das sind die schönsten von Allen :)

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  2. hallo:-))

    ja, auch ich kann dir da nur zu gut nachempfinden, manches brauch ich net mehr, einiges ist nur zu gut in fleisch und blut übergegangen und man wird mit dem alter reifer...und "gescheiter":-))) ich habe noch immer sher viel spass an ritualen, sie sind aber bedachter und einfach nicht mehr wie am anfang. man/ich weiss nun was zu tun ist, da mein bauchgefühl einfach sagt was sache ist. ich erinnere mich auch gerne an die zeit..und bin froh das men glaube an die götter und natur so gefestigt sind das ich keine zweifel mehr haben muss...ds ist ein tolles gefühl:-)) ggglg sendet dir die sonenngewand^^v^^ :-)

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  3. Ich kann das so gut nachvollziehen! Als ich angefangen habe, mich mit Göttinnenspiri zu beschäftigen, war plötzlich die ganze Welt eine komplett andere: Durchdrungen von Magie und neuen Möglichkeiten. Jetzt ist die Welt für mich zwar immer noch voller Magie, aber das ist irgendwie so gewöhnlich geworden, dass ich mich nicht mehr täglich dran "berauschen" kann. Dennoch gibt es immer wieder Momente, wo Gott und Göttin mein Leben tief bereichern und ich liebe diese Momente. Wenn ich zurückdenke, was ich so bisher in nicht allzu langer Zeit erlebt habe (einige Stationen gleichen deinen: Reikimeister, Einblick in trad. Wicca, Hexenstammtisch, etc.), bin ich immer wieder erstaunt und dankbar für all die Lehrer, Freunde und Wegbereiter, die es dort so gab und all die magischen Momente. Mögen für uns alle noch viele folgen!

    Deine Altargestaltungen sind übrigens alle wunderschön!

    BB
    Liath

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  4. Wunderschöner Altar Karmi, damals wie heute.
    Auch ich finde mich in deinen Schilderungen wieder und werde den Faden bei mir vielleicht mal aufnehmen. Es ist schön sich zu erinnern, auch wenn sich derweil so vieles verändert hat.
    Aber was gleich ist, sind die Augenblicke, in denen man die Gottheiten wirklich intensiv spürt. Sie waren damals genauso intensiv wie heute, es sind nur andere geworden. Aber sie sind mir alle fest im Gedächtnis geblieben.

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  5. Ist ihr Ruf in den letzten Tagen nicht auch stärker geworden?? Habe in den vergangenen tagen ähnliches gedacht *g* Oder wir sind uns einfach zu ähnlich und zu nah Schwesterchen :D

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  6. huhu Kamindra,

    ich weiß sehr gut wie sich das für dich anfühlen muss. Mir geht es derzei genauso. Ich vermisse auch ein wenig das Gefühl und die Intensievität wie alles begann vor 12 Jahren. Bei mir hat sich auch vieles verändert, und ich habe vieles was mich früher Faszinierte wieder verworfen. Doch die bindung zur Göttin ist geblieben, nur das ich heute nicht mehr so Euphorisch an die Dinge heran gehe wie Damals.
    Lg Gela

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  7. Wie wahr Karmi . Viele Tage sind seitdem vergangen. Es grüßt dich ein Geist der Vergangenheit ,
    Folki
    01737031758

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  8. Hallo Kamindra,

    ein schöner Beitrag. Ich denke so wie dir geht es vielen - mich eingeschlossen. Alles verändert sich und es ist schön an die Anfänge zurück zu denken. Ich glaube, dass das ganz wichtige Erfahrungen waren, denn sie haben dazu beigetragen, dass wir heute die Menschen sind, die wir sind.
    Und alles, was wirklich wichtig ist, das begleitet uns weiter und das tragen wir ganz tief in unserem Herzen. Vielleicht tiefer als Damals als alles began.

    Liebe Grüße
    Lena

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