Samstag, 21. April 2012

30 Tage Zuckerfrei

Inspiriert durch den Beitrag von der Wilden Wölfin und die Ausführungen von Yaga dazu, habe ich mir wiedereinmal vermehrt Gedanken zu meinem Zuckerkonsum gemacht.
Zuckerfrei leben - ist das wirklich möglich? Für mich?
Ich bin eindeutig zuckersüchtig! Wenn ich mir den Fragebogen von Wilde Wölfin angucke so kann ich alle Fragen mit "Ja" beantworten. Ich habe schon öfter Experimente gemacht, versucht z.B. eine Woche lang keine Süßigkeiten zu essen usw. und bin immer kläglich gescheitert. Auch während der Detoxzeit im Januar musste ich mich mit rohköstlich-süßem über Wasser halten.

Schlussendlich will ich es nocheinmal versuchen. 30 Tage lang möchte ich jeglichen normalen Zucker aus meinem Speiseplan streichen.
Es gibt ja verschiedene Formen des Zuckerverzichtes. Ich möchte nicht auf Zucker in Form von Kohlenhydraten/Stärke verzichten. Auch nicht auf Fruchtzucker.
Ebenso möchte ich weiterhin auf andere Zuckerformen zurückgreifen, Alternativen zum normalen raffinierten Zucker. Denn ein Leben in dem ich keine gesüßten/süßen Speisen mehr zu mir nehme, kann ich mir wirklich nicht vorstellen.

Das bedeutet also für die nächsten 30 Tage: Kein Zucker, nicht im Kaffee, nicht im Gebäck, nicht in Fertiggerichten etc. Kein Ketchup, keine Süßigkeiten usw.

Ich merke jetzt schon wie schwer mir das fällt. Gestern Abend habe ich mich auf unsere Süßigkeitenvorräte gestürzt und so viel Schokolade mit Caramelfüllung, Lakritz und Haribokram in mich reingestopft bis mir schlecht war. Henkersmahlzeit...
Als wir heute überlegt hatten nach Düsseldorf zu fahren schoss mir gleich ein "ach da gibt es doch diesen tollen Cupcake Laden" durch den Kopf. Erst nach ein paar Momenten dämmerte mir "oh, Cupcake ist ja nicht drin... Zucker!!!". Da fällt mir gleich auf das ich sofort darüber nachdenke wo es welche leckeren Süßspeisen gibt wenn ich in irgendeine bestimmte Stadt reise.

Werfen wir einen Blick auf die bisher getesteten und vorhandenen Zuckeralternativen:

Joghurt hab ich letztlich mit Stevia gesüßt, dass schmeckte ganz gut. In Getränken mag ich es überhaupt nicht! Ich finde da hat es einen sehr starken Bei-/Nachgeschmack der mich auch zu sehr an Süßstoff erinnert.
Bisher hab ich ihn nur im Salatdressing und im Kaffee getestet. Die Süße ist wirklich vergleichsweise schwach. Man braucht relativ viel um auf die Gleiche Süßstärke von z.B. Agevandicksaft zu kommen. Dafür gibts keinen unangenehmen Geschmack.

 Mein bisheriger Favorit ist Agavendicksaft. Ich mag seine Süßkraft und den Geschmack den ich in Getränken z.B. sehr Zuckerähnlich finde. Eine Zeit lang habe ich Honig in meinen Kaffee gemacht. Schmeckt auch lecker wenn man sich einmal dran gewöhnt hat, aber schmeckt natürlich auch sehr eigen nach Honig und ich finde man dosiert schnell über...

Der Nachteil an allen Zuckerersatzstoffen ist ihr vergleichsweise hoher Preis. Zum Süßen meiner morgendlichen Tasse Kaffee hält es sich ja noch im Rahmen. Wenn es allerdings ans backen geht... Klar, Zucker ist auch extrem billig. Ein Kilo kostet ja nur ein paar Cent.
So oft backe ich ja nun auch wieder nicht. Wahrscheinlich ist es falscher Geiz hier zu sparen und konventionellen Zucker zu benutzen. Entweder ich verzichte die nächsten 30 tage komplett aufs Backen oder ich muss eben experimentieren. Die Richtige Menge Ersatzsüße zu treffen ist ja auch nicht so einfach.

Mein heutiges Frühstück übrigens:

Der Stangensellerie ist wirklich bäh, wie ich es schon vermutet hatte. Der ganze Saft hat einen starken "Magginachklang". :/ Man kann ihn trinken, aber wenn der Sellerie aufgebraucht ist, kaufe ich sicherlich keinen neuen...

Kommentare:

  1. Ich sach´s ja ^^ Stangensellerie ist einfach bäääh!

    AntwortenLöschen
  2. Wie oft habe ich schon versucht auf Zucker/Süßkram zu verzichten... "Zuckersüchtig" trifft bei mir auch zu!!! Diese Ersatzdrogen, wie Achornsirup, Agavendicksaft, Stevia usw. stehen bei mir auch in der Küche aber ich verspüre immer und immer wieder den Drang einfach mal Schokolade zu essen o.ä. :D
    Ich wünsche dir viel Erfolg und Durchaltevermögen bei deinem Vorhaben. Fühle mich auch wieder motiviert ;)
    lg

    AntwortenLöschen
  3. Huhu, tolles Experiment, ich wünsch dir viel Erfolg und spannende Erfahrungen. Stangensellerie schmeckt mir sehr gut in Orangensaft. Ich entsafte dazu die Orangen und packe dann OJ und Sellerie in den Mixer = leckerer Smoothie. Vielleicht magste das ja mal probieren ;-)
    Grüße von Fruchtschnitte

    AntwortenLöschen
  4. in dem nevella-streusüße-steviazeugs ist übrigens als zuckeraustauschstoff maltodextrin, was auch nur billige kohlenhydrate sind, die auch noch genauso viele kalorien haben. da kannst gleich industriezucker kaufen...
    und agavendicksaft/sirup ist eigentlich auch nix anderes als flüssiger zucker. sry, ich will dich nicht ärgern; dein vorhaben ist wirklich ehrenwert, aber irgendwie erscheint es mir relativ sinnfrei, den teufel mit dem beelzebub auszutreiben.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das Stevia hab ich nicht gekauft, sondern geschenkt bekommen :) Ich würde mir wenn dann getrocknete Stevia-Pflanze kaufen und diese ausprobieren, halte nämlich nicht so viel von dem raffinierten Zeug. Aber wenn es schon da ist sollte es auch benutzt werden.
      Zucker hat ja überhaupt gar keine Mineralien, Vitamine etc. mehr, was den Körper auf Dauer regelrecht krank macht. Das ist bei Agavendicksaft & anderen natürlicheren Süßunsmitteln nicht der Fall. NATÜRLICH sollte man nicht einfach jeden Zucker den man vorher eingenommen hat durch irgendwas ersetzen. Das macht es insgesamt natürlich nicht gesünder. Aber trotzdem sind Agavensaft, Honig & Co eine gesündere Alternative als Zucker selbst.
      Ich nehme den meisten Zucker sowieso nicht durch Zucker auf den ich selbst in mein Essen mische, sondern durch Zucker der schon enthalten ist in Süßigkeiten, Gebäck, Limonaden, Getränkesirup usw. Wenn ich also versuche eine Zeit bewußt auf Zucker zu verzichten, dann fällt schonmal eine riesen Menge (der Hauptanteil) an Zucker weg den ich sonst zu mir nehme. Es geht hier also nicht darum Zucker einfach komplett auszutauschen.
      Ich weiß aber, dass mir die 30 Tage ohne Zucker schwer genug fallen werden. Deswegen schliesse ich Zuckeralternativen nicht aus. Sonst halte ich sicher nicht mal eine Woche durch.

      Löschen

 
site design by designer blogs