Dienstag, 22. Mai 2012

30 Tage zuckerfrei Resume

Bei einem Blick auf den Kalender fällt auf, dass meine 30 zuckerfreien Tage nun vorüber sind. Wie ist es gelaufen? Habe ich es geschafft komplett zuckerfrei zu leben?
Nein *g*.
Aber ich habe meinen Zuckerkonsum drastisch reduziert und einige sehr interessante Beobachtungen gemacht. Darunter z.B. das ich durchaus mal ganze Tage ohne Zucker auskomme und natürlich der Schrecken das Zucker wirklich in jedem Mist drin ist und man nicht unbedenklich einfach einkaufen und futtern kann.
Was ich auch feststellen konnte war, dass die erste Portion Süßes und Zucker meistens der Anfang vom Ende ist. Ähnlich einem Alkoholiker der versucht kontrolliert zu trinken, dass erste Glas trinkt und danach kein Halten mehr findet. So ging es mir oft und das zog sich über den ganzen Tag. Wenn ich meinen Gelüsten nicht nachgab und mich ablenkte verging ein Tag ohne Zuckerkonsum problemlos. Aß ich jedoch irgendwann ein Stück Gebäck, etwas Schokolade, ein paar Gummibärchen, trank ein Glas Limonade etc. dann wurde ich am selben Tag mehrfach weiter rückfällig. Plötzlich konnte ich einfach nichtmehr nein sagen, war der Drang zuzugreifen viiiiel größer. Kleine Portionen gingen kaum.
Einer der kleinen Erfolge in dieser Zeit ist die Reduzierung meiner Kaffeesüße. Ich trinke ja am Tag nur eine Tasse Kaffee, morgens früh nach dem aufstehen. Die Zeiten in denen mein Kaffee mit 8 Teelöffeln Zucker gesüßt wurde sind zum Glück schon lange vorbei, zum Schluss hatte ich mich auf ca. 3 TL eingependelt. Mittlerweile trinke ich einen großen Becher mit nur 2 TL Agavendicksaft. Als ich auf Agavendicksaft umgestiegen war vor einigen Monaten hab ich ca. 2 EL oder mehr in den Kaffee gekippt. Nun messe ich extra ab um mich nicht zu vertuen. Der Kaffee schmeckt zwar nichtmehr so süß wie ich ihn eigentlich gerne trinke, aber ich kann ihn trinken und ab mich dran gewöhnt was früher gar nicht möglich war.
Ich werde versuchen weiterhin sehr bewusst Zucker zu mir zu nehmen und somit den Konsum auch deutlich zu senken. Alleine das bewusste hingucken (weil ich es ja eigentlich vermeiden wollte) hat mich schon ein gutes Stück weitergebracht.

Kommentare:

  1. 30 Tage ohne! Hut ab! Ich finde, das braucht sehr viel Willenskraft. Ist dir das ablenken denn leicht gefallen? Ich finde es so schwer.
    Grüße von Huppicke

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    1. Naja mal fiel es mir leichter, mal nicht und ich mußte zugreifen... Es hilft wenn ich mich frage warum ich jetzt grade Süßes essen will. Ich merke schon ob ich es z.B. aus Langeweile, Stress, Frustration etc. tu (was bei mir häufig vorkommt weil ich ein emotionaler Esser bin).
      LG

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  2. Oh, das kenn ich: beginne ich einen Tag süß, so endet er auch sowas von süß!!! ein schönes blog hast du, les ich immer wieder gern:)

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  3. DAs gibt sich mit der Zeit. Inzwischen backe ich prinzipiell mit der Hälfte der angegebenen Zuckermenge, weil mir das Hausgebackene ansonsten zu pappsüß ist, und fremdgebackenes gekauftes kommt mir gar nicht mehr ins Haus. (Für die süßen Momente gibt es Schokolade.)

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    1. Würde mich freuen wenn sich das bei mir irgendwann auch so einpendelt :)
      LG

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  4. das "einmal anfangen und nicht aufhören können" kenn ich... geht mir aber nicht nur bei zuckerkram so, sondern bei allem was lecker ist. aber meistens ist zuckerzeug ja auch lecker...

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    1. Ja bei allem was lecker ist gibt es natürlich diese Gefahr, wobei ich es bei mir nur bei bestimmten Dingen wie Zucker so machtvoll erlebe, während andere Sachen besser zu kontrollieren sind.
      LG

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  5. Wow, ich bewundere Deine Disziplin! *.*

    Und das mit der Freizeit ist so eine Sache. Schließlich studiere ich "Soziale Arbeit". Das Unkomplizierteste, das es gibt. ^___^
    Was hast Du denn studiert, wenn ich fragen darf?

    Liebe Grüße.

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    1. Lehramt, wobei ich ursprünglich eigentlich Psychologie studieren wollte und mich heute ärgere das ich statt Lehramt als Alternative nicht Soziale Arbeit gewählt habe ;)
      LG

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  6. Ich hatte mich schon gefragt, was aus dieser Herausforderung geworden ist. Respekt, dass du einigermaßen gut durchgehalten hast! Ich glaube, ich nehme mir im Juni mal ein Beispiel an dir. Wenn das mit dem zuckerfrei überhaupt für mich zu schaffen ist, dann im Sommer, wo es zu heiß ist für Schokolade und man viele süße Früchte hat (Erdbeeren, Kirschen, Melone und Co).

    Was mich noch interessieren würde, wäre dein Gemütszustand bei Zuckerentzug. Hattest du da irgendwie schlechte Laune, Traurigkeitsgefühle oder eben nur Lust auf Süßes oder auch gar nichts davon?

    LG
    Liath

    PS: 8 Teelöffel Zucker auf eine Tasse Kaffee, ehrlich? Hat man da überhaupt noch Kaffee geschmeckt? *g*

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    1. Naja ehrlich gesagt mochte ich Kaffee lange nicht, hab erst irgendwann mit 23 oder so die erste Tasse getrunken und das eben halb Kaffee, halb Milch, 8 Löffel Zucker. Das fand ich lecker *g*. Und es schmeckt eben auch nix wie heiße Zuckermilch mit nem Schuß Kaffee *g* (das hab ich immer gesagt wenn die Leute gefragt haben wieso ich dann überhaupt Kaffee trinke wenn ich ihn so verunstalte).

      Gemütsmäßig konnte ich nicht viel feststellen, außer natürlich das ich schlechte Laune bekommen hab wenn ich etwas Süßes essen wollte und nicht konnte/durfte/sollte. Und wie ich schon zu Huppicke sagte, bin ich ein emotionaler Esser und konnte oft feststellen das es mir nach Zucker verlangte weil ich grade in einem emotionalen Ungleichgewicht gesteckt habe.

      LG

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