Donnerstag, 6. September 2012

Traumfängerin

Mir fällt es noch immer schwer einen vernünftigen Eintrag zu meinem letzten Irlandaufenthalt zu schreiben. Einfach weil da so wenig Vernunft ist, so wenig klare Worte. In meinem Kopf sind nur Erinnerungen, Poesie, Liebe. Bilder von Grün, von Quellen, dem Meer, von Hügel und Bergen, alten Kultstätten und Feenorten. Eirè und ich, wir brauchen keine Worte. Mein Aufenthalt war mehr Meditation, Innenschau, Rückverbindung, Kraft tanken, Dankbarkeit spüren. Da Sein, einfach Sein, im Hier und Jetzt leben, genießen, aufsaugen, in mich aufnehmen, spüren, hören, fühlen, schmecken. Bei strahlendem Sonnenschein Berge erklimmen, sich einen Weg schlagen, sich verlaufen, hinfallen, über sich selbst lachen. Auf einem Cairn liegen und sich den Wind um die Ohren fegen lassen, in Ameisenhaufen stehen und nicht in Panik verfallen, mit verhassten Spinnen Frieden schließen und bei ihnen zu Gast sein. Heilige Quellen besuchen, Gebete an Mutter Erde richten, Barfuß wandern, sich mit den Energien des Landes verbinden, sie spüren, durch die Füße, die Beine, den Körper immer höher ziehen bis tief ins Herz. Satte Landschaften in wunderbarem grün und violett, Wacholderbeeren sammeln, Brombeeren naschen, sich gerade mit dem Regen anfreunden wenn die Sonne schon wieder herausbricht. Mir von Mutter Mare ein Lied geben lassen und es für sie singen während sie mich mit ihren Gaben aus Steinen und Muscheln beschenkt, mich reinigen durch salziges Wasser und starken Wind, im kalten Atlantik bei Regen schwimmen, ein heißes Algenvollbad genießen. 
Wasserfälle und die Feenschlucht besuchen, lauschen, neugierig sein, Willkommen geheißen werden. Vertrauen in sich selbst haben, Kajak fahren und unzugängliche Welten erkunden. Wundervolle Menschen treffen, fremde Sprachen sprechen, mutig sein, authentisch sein, sich anvertrauen, Hilfe suchen und annehmen, sich mit den Geistern verbinden. Den Körper durchfließen lassen von Musik, sich mitreißen lassen, sich treiben lassen, es nicht nur hören sondern spüren. Tränen weinen, Tränen der Dankbarkeit, des Glücks und Tränen des Abschiedes. 


 

Kommentare:

  1. Möge die Sonne, die dein Herz eingefangen hat, noch lange darin scheinen und dich und alle um dich mit ihrer Wärme beglücken.

    Wunderschön.

    Liebe Grüße von Huppicke

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  2. Aaah, Ooooh, deine Fotos sind ein Genuss!
    Danke dafür!

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  3. das sind viele schöne Bilder da bekommt man ja fehrnweh

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