Mittwoch, 9. Januar 2013

Buchtipp - Yoga und Vegetarismus

-Loka samasta sukhino bhavantu-
Mögen alle Lebewesen überall glücklich und frei sein. Mögen meine Taten, Gedanken
und Worte in einer Form zum Glück und Freiheit aller beitragen.


“Wir sollten nicht auf eine bessere Welt warten,sondern jetzt damit beginnen, eine neue Welt voll Harmonie und Frieden zu erschaffen. Es liegt nach wie vor in unserer Hand. Die Lösung liegt direkt auf unserem Teller" - aus dem Buch Yoga und Vegetarismus

Yoga und Vegetarismus bzw. vegan zu leben, wie passt das zusammen? Ist Veganismus spirituell und sollten spirituelle Menschen vegan leben? Wie kann ein Yogi nach den Grundlagen der Yoga Sutras des Patañjali leben und Tugenden wie Gewaltfreiheit, Ehrlichkeit und Gerechtigkeit praktizieren?

Einfühlsam, leidenschaftlich und ohne erhobenen Zeigefinger geht Sharon Gannon, Mitbegründerin des Jivamukti-Yoga, auf die Zusammenhänge von Yoga und Vegetarimus ein. Wie können wir den Grundgedanken das alles miteinander verbunden ist, dass alles auf der Welt eins ist, mit Leben füllen? Wie können wir lernen wieder im Einklang mit Mutter Erde und allen Lebewesen zu leben? Wir sprechen gerne davon das alles Leben heilig ist. Doch dies zu leben, der Weg zu Frieden und Glück, kann nur darüber gehen, dass wir aufhören Unglück und Gewalt in das Leben anderer zu bringen. Auch wenn wir ebenfalls töten müssen wenn wir uns von Pflanzen ernähren - die wie einige Studien zu belegen glauben ebenfalls ein Schmerzempfinden haben - so ist eine vegane Ernährungs- bzw. Lebensweise eine Entscheidung und Handlung, um das Leid auf der Welt zu mindern und Liebe und Frieden zu leben. Ernähren müssen wir uns, aber wir sollten bedenken welche unserer Entscheidungen die wir tagtäglich über unsere Ernährung treffen die weitreichensten Folgen hat.

Wie in den meisten Büchern über eine vegane Lebenweise berichtet auch Frau Gannon in ihrem Buch über die Misstände bzgl. derTierhaltung und dem Verzehr von Tierprodukten, über Umweltzerstörung, Misshandlung, sexuellen Missbrauch und Quälerei von Milliarden von Nutztieren. Sie zeigt auf warum unser Planet erkrankt an unserem Ernährungstil, an der Viehzucht und den damit verbundenen Treibhausgasen, den dadurch entstehenden Giften die in unsere Gewässer geleitet werden und der Unterernährung der Weltbevölkerung die in direktem Zusammenhang mit unserer Ernährung steht. Ob über die künstlichen Befruchtung von Kühen, mit Gentechnik und mit Tiermehl angereichertes Futter, die Tötungspraxis in Schlachtfabriken oder die Befischung der Weltmeere bei der das meiste als Beifang schwer verletzt und traumatisiert zurück ins Meer geworfen wird.
Gannon plädiert an unser Mitgefühl und daran, dieses auszuweiten. Mitgefühl mit unsere menschlichen Familie, ebenso wie mit unseren Geschwistern aus dem Reich der Tiere, Individuen mit der Fähigkeit zu fühlen, zu lieben und zu leiden. Sie erinnert daran das ein jedes Tier auf dieser Welt um seiner selbst Willen existiert, nicht um dem Menschen in Form von Nahrung, Kleidung, Belustigung etc. zu dienen.

“Wir wurden bis ins tiefste Innere von einer Kultur der Sklaverei, Gewalt und Verleugnung konditioniert. Immer und immer wieder wurde uns gesagt, dass wir alles haben können, wenn wir nur dafür bezahlen. Und dass wir keine Verantwortung für unsere Handlungen übernehmen müssen, weil die Welt uns gehört.”aus dem Buch Yoga und Vegetarismus

Das Buch beinhaltet viele praktische Tipps wie eine fleischlose Ernährung die Yogapraxis vervollkommnt, wie eine Umstellung auf vegane Kost gelingen kann und wie uns dies bei der Umsetzung eines friedlichen Lebens unterstützt. Besonders gut gefallen haben mir die Ansätze über Gewaltfreie Kommunikation, darüber wie man Menschen gegenüber auftreten soll die nicht vegan leben und wie man mit ihnen kommunizieren kann. Gannon erinnert immer wieder an den Wert eines jeden einzelnen, daran niemanden zu verurteilen und an die Tatsache das jeder Mensch, zu jeder Zeit, dass von seinem Standpunkt aus Beste tut.
Sie ermutigt sich nicht depressiv, niedergeschlagen und entmutigt Angesicht der Missstände auf der Welt in eine dunkle Ecke zu verziehen, sondern so viel positives zu leben wie es uns möglich ist. Mit diesem positiven Leben gilt es voran zu gehen. Man sollte niemanden missionieren, sich als etwas besseres darstellen, sondern ein lebendes Beispiel sein, ein spiritueller Aktivist.
Ganz nach Gandhis Aussage "Sei du selbst die Veränderung die du dir für die Welt wünschst".

Für mich ist Sharon Gannons Buch mit Abstand das beste das ich bisher zum Thema Vegetarismus/Veganismus gelesen habe.

Kommentare:

  1. Das klingt toll! Ist das Buch auch für Neulinge auf dem Yoga-Gebiet geeignet? Also komplett unwissende? ^^

    LG
    Jacy

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    1. Ja auf jede Fall, es wird keinerlei Yoga-Wissen vorausgesetzt.

      LG
      Karmi

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  2. Klingt ja wirklich interessant! Ich werde mal sehen ob ich es hier in Frankreich finden kann! Und deine Intro hat mich stark an dieses Video denken: http://www.youtube.com/watch?v=t4KyRtIr2RU

    LG

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