Montag, 4. März 2013

{Buchrezension} Der Selbstversorger von Storl


Auf Wunsch meiner lieben Freundin Aine, werde ich an dieser Stelle das im Februar neu erschienene Buch "Der Selbstversorger" von Wolf-Dieter Storl vorstellen.
Da ich seit Jahren ein begeisterte Leserin von Storls Bücher bin, verfolge ich in einigermaßen regelrechten Abständen seine Neuerscheinungen. So kam es, dass ich kurz vor dem Erscheinungstermin auf dieses Buch aufmerksam wurde und es sofort vorbestellte. Nicht nur weil ich ein kleiner Storl Fan bin, sondern natürlich auch wegen der Tatsache, dass ich gerade fast jedes Gartenbuch verschlinge was mir unter die Augen kommt. Immerhin habe ich seit diesem Jahr erstmals einen eigenen Garten und hege meinen Traum vom Selbstversorgerdasein - zumindest was Obst und Gemüse betrifft.
Was mir sogleich gut gefiel als ich das 192 Seiten starke Hardcover Buch in den Händen hielt, war sein Design. Das Buch ist sehr liebevoll gestaltet, mit zahlreichen farbigen Fotos, geschmackvollen Illustrationen und hervorgehobenen Zitaten.

Herr Storl wäre wahrscheinlich nicht Herr Storl, wenn er nicht auch dieses Buch dazu nützen würde, seine Geschichten und Erlebnisse zu erzählen. So geht es nach einer Einleitung zum Thema Gärtnern, Selbstversorgung und Abenteuer ganz unerwartet los, mit Storls Geschichte bezüglich seinem Verhältnis zum Gärtnern, zur Natur und zum Selbstversorgerdasein. Das ganze Buch hangelt sich ein wenig entlang seines Weges vom kleinen Jungen der mit seinen Freunden die Wildniss Amerikas unsicher macht, über seine Aufenthalte und bestellten Gärten an verschiedensten Plätzen der Welt bis hin zu seiner heutigen Heimat, einem Selbstversorgerhof in der Abgeschiedenheit des Algäu.
In netten Anekdoten berichtet er über Bemühungen, Erfolge und Misserfolge, reiche Ernten und ärgerliche Schädlinge, Ansichten befreundeter biologisch-dynamischer Gärtner, Weisheiten alter Bauern, Fehlschläge unbedarfter Esoteriker und von seinem Voranschreiten und Dazulernen was es bedeutet, sich selbst zu versorgen.
Innerhalb dieser Rahmenbildenden Geschichten findet sich eine Menge Informationen über die Techniken einen eigenen Garten anzulegen, Land urbar zu machen, Gartengerät- & Werkezeuge, verschiedenstes zum Teil altes und vergessenes Gemüse an zubauen, Obst zu ziehen, essbare Wildkräuter, Heilpflanzen, Kompost, Umgang mit Schädlingen, Gartenpflege und einem Gartenkalender der einen durch das Jahr begleitet.
Für mich als Neuling haben sich die grundlegenden Dinge, zum Beispiel welche Maße ein Beet haben sollte, wie man einen Kompost anlegt, welche Geräte man braucht etc. mit dem überschnitten was ich schon aus anderen Gartenbüchern erfahren hatte. Trotzdem gab es hier und da interessante Hinweise und stellenweise auch andere Herangehenweisen. Über Themen wie Mischkulturen kann ich mich sowieso nicht satt lesen.
Einen Großteil des Buches machen aber neben den Geschichten auch die Kapitel über verschiedenste Gemüsesorten, Wild- und Heilkräuter aus. Sie bieten nicht nur eine gute Übersicht welche Pflanzen man in seinem Garten kultivieren oder in der freien Wildbahn suchen sollte. Storl gibt auch immer wieder Hinweise wie die entsprechenden Pflanzen verwendet werden können und wie sie sich schmackhaft in die Küche integrieren lassen.
Insgesamt würde ich sagen, richtet sich das Buch vorrangig an Gartenanfänger, da nunmal viele Basics erläutert werden. Dennoch empfinde ich das Buch als einen kleinen Schatz, so schön illustriert und voll mit Wissen über so viele Pflanzen! Für Leser sie zwar Gartenerfahrung haben, sich aber darüber hinaus für Selbstversorgung, Wildkräuter, Heilpflanzen, Gemüsesorten & Co interessieren, ist dieses Buch sicherlich ebenfalls sehr empfehlenswert.


Kommentare:

  1. Ich mag seine Bücher auch sehr gerne, und ich glaube dieses liegt auch schon auf meiner Wunschliste. Danke für die Rezension, nun weiß ich daß ich es gerne lesen mag :-)

    Ich hoffe du berichtest dann gaaaaanz viel von deinem Garten?

    Liebste Grüße,

    Kivi

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  2. Ich bin auch ein Storl-Fan :-)
    Leider ist mein Garten zu klein für Selbstversorgungsanbau, aber auch für einen kleinen Garten kann man seine Tipps nutzen.

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  3. Ah cool! Das Buch hatte ich letztes auch in der Hand, als ich im Buchladen war. Selbstanbau wird im Frühjahr/ Sommer auch für mich ein Thema werden, da ich ganz einfach wirklich mal probieren will, wie BIO-Tomaten, -Kartoffeln, -Salate, etc. schmecken.
    Leider haben wir noch keinen Garten und müssen alles auf der Dachterrasse in Töpfen/ Kübeln anbauen, aber ich freue mich schon drauf. :-)

    Liebe Grüße Kristin

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  4. Hmmm... wäre vielleicht auch was für mich

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  5. habe mir das buch auch direkt nach erscheinen zugelegt - mein erstes "storl" und ich bin echt begeistert.
    wirklich nett geschrieben, sehr praktisch und ansprechend aufgemacht.
    nur dumm, wenn frau keinen garten hat und nun wie auf heißen kohlen sitzt..;)

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