Dienstag, 5. März 2013

{Fastenzeit} Zwischenbericht

Ein halber Monat ist mittlerweile vergangen, seitdem ich mich dazu entschlossen habe die 40tägige Fastenzeit bis Ostern dazu zu nutzen, von Negativität zu fasten.
Nun, wie gestaltet sich der Fastenversuch?
Am schwierigsten ist es wohl, mir wirklich immer wieder bewusst zu machen, dass ich dieses Vorhaben in die Tat umsetzen möchte. Ganz schnell bin ich in alten Gewohnheiten und Denkmustern, die nicht unbedingt positiver Natur sind.

Aber ich merke wie ich immer achtsamer werde. Seit einigen Tagen schaffe ich es, mich jeden Tag an meine positiven Affirmationen zu erinnern. Ich habe keine Standartaffirmationen, sondern affirmiere einfach was mir gerade ins Bewusstsein kommt, zu den Themen die mir im Leben begegnen.
Wenn mir im Alltag etwas misslingt und ich mich unnötig ärgere oder aufrege, bemerke ich dies meistens einige Sekunden später mit einem Grinsen.
Wenn ich beim Autofahren fluche atme ich einfach ein paar Mal tief ein und das Grummeln weicht einem Lächeln. Es ist oft überraschend einfach wesentliches von unwesentlichem, wichtiges und unwichtigem zu unterscheiden.


Negative Medien zu meiden fällt mir relativ leicht. Wobei ich festgestellt habe, dass ich da so eine Art eigenen Prozess entwickelt habe. Wenn ich zum Beispiel im Internet etwas über eine Petition lese bei der es um Missstände auf der Welt geht, dann registriere ich das zwar, leiste in dem Fall auch meine Unterschrift und teile wichtige Dinge in meinen Social Networks, aber ich lasse mich nicht hineinfallen. Ich nehme eher die Position eines neutralen oder besser gesagt mitfühlenden Betrachters ein, aber ich lasse mich nicht in Mitleid, Wut, Trauer oder andere negative Emotionen fallen.

Spiegelarbeit ist ein großes Thema meiner Fastenzeit. Wie viele Frauen neige ich dazu einige abwertende Urteile über mich selbst zu fällen wenn ich in den Spiegel blicke. Daher bemühe ich mich immer wieder um ein Lächeln das mir selber gilt, ein Kompliment, ein beherztes "ich liebe dich". Da ich mich schon einige Jahre immer mal wieder mit Spiegelarbeit auseinandergesetzt habe, komme ich mir dabei zum Glück nichtmehr vollkommen albern und merkwürdig vor.

Es gibt allerdings insgesamt schon einige bemerkenswerte Veränderungen die ich in meinem Leben feststellen kann. So bin ich insgesamt seltener schlecht gelaunt, kann meine Stimmung schneller/besser heben.  Ich merke wie ich liebevoller mit mir umgehe, indem ich mich bewußter und gesünder ernähre, mehr Motivation habe mich zu bewegen und mir einfach immer mal wieder etwas Gutes tun. Ich gehe mit mehr Achtsamkeit durchs Leben, erfreue ich wieder mehr an den kleinen Dingen, an Augenblicken, Gerüchen, Geräuschen, Farben, Facetten. Ich bin gespannt wie die restlichen immerhin fast 3 Wochen bis zum Ende der Fastenzeit verlaufen werden.

Kommentare:

  1. Ohh, das hört sich aber Anstrengend an, dennoch finde ich es Lobenswert sich auch einmal eine Auszeit von allen Negativen "Einflüssen" und "Ausflüssen" zu distanzieren. Spiegelarbeit kenne ich auch, und ich finde die art sich Selbst dabei näher zu kommen , und sich so anzunehmen wie man ist sehr Befreiend. Früher habe ich große Probleme damit gehabt, mich auch mit etwas dickeren Oberschenkeln zu sehen und anzunehmen. Heute kann ich aus meinem tiefen inneren sagen (fühlen) das ich mich so liebe wie ich bin. Ich bin "Naturschön" und ein Teil von Ihr. Das gibt mir ein großes Gefühl der Allverbundenheit die mir Damals noch fehlte ;O)
    Lg Gela

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    1. Ach anstrengend ist es zum Glück nicht. Sonst würde es irgendwie seinen Sinn und Zweck verfehlen ;)
      Liebe Grüße,
      Karmi

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  2. Ich finde deine Idee mit dem Negativ-Fasten so super, dass ich entschlossen hab, es dir gleich zu machen! :) Bei mir schwankt es etwas, an manchen Tagen klappt es besser, an manchen weniger. Wobei das jetzige schöne Wetter auch zur positiven Stimmung beiträgt.
    Falls es dir vielleicht weiterhilft also: Die Idee ist echt super und du bist nicht allein ;)

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    1. Oh, wie schön, eine/n Mitstreiter/in im Geiste :)
      LG
      Karmi

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  3. Das ist wirklich mal ein interessantes Fastenthema! Auf so eine Idee zu kommen, finde ich sehr gut.
    :-)
    Das werde ich mir für nächstes Jahr mal merken...

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