Mittwoch, 29. Mai 2013

{Yoga Challenge} Durchbruch


Samstag 25.5. - es ist der fünfte Tag meiner Challenge, die Unlust und große Überwindung was meine Praxis angeht, lässt langsam nach. Ich mache eine Vinyasa Flow Sequenz in der ich unglaublich oft vom nach unten schauenden Hund über das Brett in die Kobra wechseln musste.

Sonntag 26.5. - ich bin kaputt vom Frühdienst und muss mich ein wenig aufraffen, aber Lust hab ich schon. Ich entscheide mich für ein Übungsvideo zum Thema Abendyoga. Ich habe sowieso schon Muskelkater in den Armen vom gestrigen Yoga. So muss ich mehrfach lachen weil ich jeweils bei der Aufgabe vom Brett aus "Knie, Brust und Kinn gleichzeitig auf die Matte aufzusetzen" in einem lauten Platscher einfach auf die Matte plumpse. Meine Arme sind heute außer Betrieb.

Montag 27.5. - heute war ich den ganzen Tag mit der WildenWölfin und ihrem Fröschlein unterwegs. Wir haben die strahlende Sonne und gutes Essen genossen und ich bin einfach nur so so so so müde als ich nach Hause komme. Ich wähle eine Stunde zum Thema "Rückenyoga", aber meine Müdigkeit übermannt mich immer wieder. Bei jeder Asana gähne ich mir Seele aus dem Leib und habe das Gefühl selbst in der Bergposition einzuschlafen. Ich halte keine zehn Minuten durch, dann entscheide ich mich dafür lieber ins Bett zu gehen.

Dienstag 28.5. - diesmal bin ich nicht ganz so müde, aber auch nur weile ich eine große Tasse extra starken Kaffee getrunken habe. Ich hatte Frühdienst und merke, um halb sechs aufzustehen schlaucht mich immernoch. Daher mache ich eine zehnminütige Sonnengruß Sequenz zur Energetisierung.

Mittwoch 29.5. - da ich heute frei habe, suche ich diesmal extra nach einem längeren Video. Schließlich kann ich mir dieses mal richtig Zeit lassen. Meine Wahl fällt auch eine ca. einstündige Jivamukti Klasse für geübte Yogis. Haha, da war wohl die Selbstüberschätzung am Werk. Mir machen derzeit generell alle Gleichgewichtsübungen etwas zu schaffen, ständig kipp ich hierhin und dorthin, manche Positionen kann ich kaum einnehmen, geschweige denn 5 laaaange Atemzüge halten. Ich wechsle des öfteren in die Kindposition und warte auf meinen neuen Einsatz. Dann der Durchbruch, gegen Ende der Stunde mache ich das erste mal seit all den Jahren in denen ich Yoga praktiziere einen Kopfstand, alleine, ganz angstfrei! Ich bin so überwältigt von dieser Überraschung das ich anfangen könnte zu weinen. Ich kann mich zwar kaum halten und muss mich mit meinen Füßen immer mal wieder an einem nahestehenden Schrank abstützen, aber ich bin hier, mein Kopf hier unten, meine Füße da oben und die Welt steht Kopf. Der Kopfstand hat mir immer immense Schwierigkeiten bereitet. Selbst unter Anleitung meiner damaligen Yogalehrerin und mit Hilfestellung ging es nicht. Sobald ein Zeh sich nur einen Zentimeter vom Boden löste brach in mir die Panik aus. Es jetzt geschafft zu haben, so ganz plötzlich und ohne das ich damit gerechnet hatte, ein wundervolles Gefühl. Das kann nicht mal davon übertroffen werden das ich nach langer Zeit endlich mal wieder ins Rad gegangen bin und es einen ganzen Atemzug halten konnte (dann sind meine schweißnassen Hände von der Matte gerutscht).

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