Dienstag, 14. Januar 2014

{Body & Soul} Vegan for Youth - Entwicklung & Erkenntnisse


Mit Spannung beobachte ich selbst die derzeitigen Entwicklungen hinsichtlich meiner Ernährung. Die im Dezember gestartete Vegan for Youth Challenge hat sich schon jetzt sehr nachhaltig auf meine Ernährungsgewohnheiten ausgewirkt und das ist etwas, dass ich mirvon solch einer  Challenge immer versprochen hatte, bisher aber nie erreicht wurde. Normalerweise fange ich solche Dinge an, ziehe sie mehr oder minder lange durch und falle daraufhin schlagartig gewaltig in alte Verhaltensmuster zurück. Was ist diesmal anders und wieso?

Die negativen Auswirkungen "normaler Kost" welche ich nach den Feiertagen an mir beobachten konnte bestätigen sich weiterhin. So durfte ich in den letzten Tagen seit Neujahr feststellen das ich Kopfschmerzen bekomme wenn ich stark zuckerhaltige Dinge esse. Ebenso tritt die gewohnte Übelkeit am frühen Morgen auf wenn ich über Tag viele Weißmehrprodukte oder Gluten zu mir nehme.

Durch die erste Hälfte der Vegan for Youth Challenge habe ich 3 Kilo abgenommen und halte dieses Gewicht seitdem konstant obwohl ich mich zur Zeit nicht mehr 100% nach Challengeregeln ernähre. Erst hatte ich Angst vor einem Jojo-Effekt, aber dieser bleibt erstaunlicherweise aus, obwohl ich dank eines Infekt sogar seit fast zwei Wochen auf Sport verzichten muss.

Mein Verlangen nach Süßspeisen wird immer größer sobald ich etwas davon gegessen habe. So muss sich wohl ein ehemaliger Raucher fühlen wenn er meint er könne ja "mal eine einzige Zigarette rauchen". Meistens bleibt es nicht bei einer Zigarette und so geht es mir mit Schokolade, Gummibären, Lakritze, Gebäck usw. Ist erstmal ein Stück in meinem Mund verschwunden giert es mir den ganzen Tag nach mehr. Es dauert 2-3 Tage bis der "Suchtdruck" durch komplette Abstinenz abflaut und ich kein Verlangen mehr habe und sehr gut widerstehen kann. Somit ist es für mich mittlerweile einfacher lieber generell nein zu solchen Speisen zu sagen als mir ab und an etwas zu gönnen.

Ich trinke weiterhin mit Liebe meinen frischen Saft am Morgen, muss allerdings zugeben das ich ihn auch wirklich direkt Morgens zubereiten muss weil ich es sonst im Verlauf des Tages meistens nicht mehr schaffe (soll heißen: mich nicht mehr zur Zubereitung aufraffen kann). Zu meinem daily favorite ist mittlerweile ein kalter Vanille Matcha Latte geworden den ich in meinem Mixer zubereite und der so unglaublich gut schmeckt - er schmeckt wie flüssiges Vanilleeis, nur noch besser.

Da ich so begeistert bin von der positiven Wirkung der Vegan for Youth Challenge möchte ich jetzt wieder komplett einsteigen und somit auf kleinere Ausnahmen wie Brot, Hartweizennudeln und der ein oder anderen Nascherei verzichten. Mal schauen wie es weitergeht und welches Ergebnis sich nach insgesamt 60 Tagen zeigen wird.

Was auch immer es ist das mich an dieser ganzen Challenge so positiv beeindruckt, es hat dazu geführt das sich in meinem Kopf ein kleiner Schalter umgelegt hat und sich meine Ernährungsgewohnheiten einfach so, fast sang- und klanglos geändert haben. Es ist nicht wie die Male zuvor in denen ich das Gefühl hatte mich durch irgendwelche Berge von Regeln und Verboten zu quälen, durch ein ödes Tal ohne kulinarische Genüsse, immer Ausschau haltend nach dem Ende des Weges. Es macht einfach Spaß, es schmeckt gut und ich fühle mich einfach so wunderbar damit das ich gar keine Lust mehr auf meine alten Essgewohnheiten habe. Ich glaube das ich diesen Punkt nur erreicht habe weil ich Durchhaltekraft gezeigt habe obwohl mir Anfangs oft danach war einfach alles über den Haufen zu werfen. Doch dann hätte ich nie diese tollen Erfahrungen gemacht und wäre nie soweit gekommen, dass es mir so am Herzen liegt diesen Weg weiter zu verfolgen, mich damit gut zu fühlen. Für mich war das bisher nicht erreichbar weil ich oftmals versucht habe meine Ernährung nur schrittweise oder partiell umzustellen. Zum Beispiel Morgens ein grüner Smoothie, täglich ein frischer Saft oder eine Fastenkur von 2 oder 3 Tagen. Das war nicht ausreichend für mich. Entweder war die Zeitspanne zu kurz um über den Berg zu kommen oder es verhielt sich wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Ein Smoothie setzt nicht die Wirkung von 2 Tafeln Schokolade, einem Croissant und einer großen Portion Pasta mit Tomatensoße außer Kraft.  Ich brauchte diesen Schnitt, das konsequente Aufgeben der alten Gewohnheiten über einen längeren Zeitraum. Jetzt stehe ich hier und freue mich noch umso mehr über den passenden Zeitpunkt zum Start des neuen Jahres. Es wird bestimmt sogar noch besser :)

Kommentare:

  1. ich finde das sehr interresant was du schreibst, und bin gespannt wie es sich bei dir weiter entwickelt, ich kämpfe oft ja noch mit den Vegetarischen Freitag, da ich das ja mit meinen Freund zusammen mache aber er ist immer so verzweifelt weil er nie weiß was er kochen soll bzw weil er es nun mal nicht so kennt aber es wird langsam besser,

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    1. List du den Rezept Blogs oder hast Kochbücher? Bei mir ist es oft eher so das ich einen total Überfluss an Rezepten habe und manchmal vor lauter Bäumen den Wald nichtmehr sehen und daher nicht weiß was ich kochen soll :D

      Liebe Grüße
      Karmi

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  2. Liebe Karmi,
    es freut mich sehr, wie glücklich dich das macht! Und wie stolz du auf dich bist - und das zurecht! Es ist sehr schwer so etwas durchzuhalten und dann hinterher nicht wieder in alte Gewohnheiten zurück zu wollen... du hast deine Gewohnheiten schlicht verändert und das ist sehr, sehr schwer! Ich bin ebenfalls stolz auf dich! Das klingt heutzutage vielleicht etwas abgedroschen und väterlich- bzw. mütterlich, aber ich denke, du weißt wie es gemeint ist!

    Desweiteren hast du mich unglaublich motiviert, wie du sicherlich schon auf meinem Blog gesehen hast, sodass ich nun zu 70% vegan koche! Das macht unglaublich viel Spaß und mir geht es richtig gut. So toll wie du es geschafft hast, werde ich das wohl nicht schaffen, aber ich bin dir dankbar für deine tollen Ideen - du bist unglaublich motivierend!

    Herzliche Grüße
    Kerry

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  3. Das klingt toll. Ich habe bisher sehr viel Kritik über das Buch gelesen. Endlich mal was positives. ich habe auch das dringende Bedürnis, innerlich mal wieder "auszumisten", hab aber noch keine rechte Idee, wie ich das anstelle. Vielleicht ist das Buch ja was für mich?

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    1. Einige Kritikpunkte sich sicherlich auch berechtigt. Wenn ich mit der Challenge durch bin in einem Monat werde ich nochmal einen abschliessenden Beitrag mit den Pro- und Contras schreiben. Ich mach halt auch irgendwie ein bissel mein eigenes Ding auf der Challenge weil mich die Rezepte anfangs so angeödet haben (während mein Freund sie zum Beispiel recht lecker fand, also mal wieder geschmackssache) und ich auch nicht der Fan davon bin in jedes Gericht Nussmus oder so zu kippen. Hast du denn Crazy sexy Detox gelesen? Das wäre denke ich auch was für dich.
      Liebe Grüße,
      Karmi

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  4. Hi Karmi,
    Ich finde es immer total interessant eine solche Entwicklung mitzuverfolgen und zu sehen, wie sich das Leben auf positive Weise verändern kann. =)
    Die Fotos sind übrigens auch klasse!
    Herzliche Grüsse
    Nicky

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